Die Smaragdeidechse

Bei der Smaragdeidechse handelt es sich um eine Eidechsenart, deren Verbreitung sich von Südeuropa bis Kleinasien zieht, in Mitteleuropa gibt es die größten bekannten Eidechsen. Sie werden bis zu 40 Zentimeter lang, wobei der lange Schwanz allerdings oft mehr als 50% der Gesamtkörperlänge ausmacht. Der Körperbau ist insgesamt eher schlank.

Die Smaragdeidechse hat ihren Namen aufgrund ihrer intensiven Färbung.

Die Smaragdeidechse hat ihren Namen aufgrund ihrer intensiven Färbung.

Ihr Name stammt von der intensiven smaragdgrünen Färbung, die vor allem die Männchen der Smaragdeidechse während der Paarungszeit annehmen. Als Jungtiere sind sie braun gefärbt, die grünliche Färbung des Schuppenkleides erfolgt erst im Laufe der ersten Lebensjahre.

Es wird unterschieden zwischen der westlichen und der östlichen Smaragdeidechse, nachdem man lange davon ausgegangen war, dass es sich um eine Art handelt. Man unterscheidet diese beiden Arten hauptächlich, wie der Name schon sagt, durch ihre Verbreitung. Bezogen auf die äußeren Merkmale unterscheiden sie sich nur geringfügig durch die Proportionen des Körpers und die Schuppen.

Smaragdeidechsen benötigen Wärme und eine hohe Luftfeuchtigkeit und bevorzugen daher einen Boden, der möglichst dicht bewachsen ist, wie es beispielsweise in Weinbergen der Fall ist. Es handelt sich um tagaktive Tiere, die wechselwarm sind und daher gerne ausgedehnte Sonnenbäder nehmen. Bei Gefahr verschwinden Smaragdeidechsen rasch im Gebüsch oder in schützenden Erdspalten oder Höhlen.
Die Nahrung der Smaragdeidechsen besteht aus Insekten, kleinen Wirbeltieren, Eiern und Beeren. Sie verbringen einen Großteil des Tages mit der Suche und der Jagd nach Nahrung.

Smaragdeidechsen verbringen den Winter in frostfreien Erdhöhlen und wärmen sich im Frühjahr zunächst in der Sonne auf, bevor im Mai die Paarungszeit beginnt. Die Männchen liefern sich während der Paarungszeit Beißereien und verfolgen sich, während die Weibchen eine Art Paarungstanz mit bestimmten Bewegungsmustern absolvieren. Die weibliche Smaragdeidechse legt nach der Paarung die Eier, für gewöhnlich zwischen sechs und zwanzig Stück, in eine Erdhöhle, wo sie zwischen 70 und 100 Tagen verbleiben, bevor die Jungtiere schlüpfen. Sie sind dann bereits etwa acht Zentimeter groß und zwei Jahre später ebenfalls geschlechtsreif.

Der Mangel an Lebensräumen und die Klimaveränderungen führen zu einem schrumpfenden Bestand dieser, inzwischen geschützen, Eidechsenart.

Steckbrief Smaragdeidechse

Smaragdeidechse in freier Wildbahn

Smaragdeidechse in freier Wildbahn

Smaragdeidechse im Terrarium

Smaragdeidechse im Terrarium

  • Klasse: Reptilien (Reptilia)
  • Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
  • Überfamilie: Skinkartige (Scincomorpha)
  • Familie: echte Eidechsen (Lacertidae)
  • Gattung: Lacerta (Halsbandeidechsen)
  • Art: Smaragdeidechse (Lacerta viridis)
  • Lebensraum: warmer, bewachsener Bodenbereich mit hoher Luftfeuchtigkeit
  • Größe: bis zu 40 cm
  • Gewicht: 55 g
  • Biologische Merkmale: wechselwarm, tagaktiv
  • Lebenserwartung: maximal 10 Jahre
  • Nahrung: Insekten, kleine Säugetiere, Beeren
  • Feinde: Schlangen, Greifvögel, kleinere Säugetiere

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