Die Zauneidechse

Die Zauneidechse ist ein Reptil aus der Familie der Echten Eidechsen und gehört neben der Waldeidechse zu der am weitesten verbreiteten Echsenart. Sie zeichnet sich durch ihren großen, kurz-rundschnäuzigen Kopf und ihren plumpen Körperbau aus. Der Schwanz ist etwa ein Drittel länger als der Rest des Körpers. Im Durchschnitt werden die Zauneidechsen etwa 20 Zentimeter lang und 20 Gramm schwer.

Die Färbung der Zauneidechsen variiert sehr stark. Zum typischen Muster gehören helle Längsstreifen sowie dunkle Flecken mit hellen Augen. Zur Paarungszeit weisen die Männchen Grünfärbungen auf den Kopf- und Rumpfseiten auf. Selten sieht man komplett grüne Exemplare oder solche mit einem roten Rücken.

Zauneidechsen sind oft an Bahndämmen zu finden

Zauneidechsen sind oft an Bahndämmen zu finden

Zum Leben bevorzugen Zaunei-dechsen eher trockene Gebiete wie Waldränder, Bahndämme, Heideflächen, Dünen, Trocken-rasenbereiche, Steinbrüche oder Kiesgruben. Sie überwintern mithilfe der Winterstarre in frostfreien Spalten und Erdlöchern. Ihre Jahresaktivität beginnt am Aprilanfang mit einem ersten Sonnenbad, nach dem sie sich auf die Jagd begeben. Als wechselwarme Tiere bevorzugen sie relativ hohe Temperaturen. Dementsprechend pendelt ihre Tagesaktivität: Morgens sieht man sie seltener als am Nachmittag. Die Vozugstemperatur beträgt etwa 38 Grad. Die Zauneidechse ist vergleichsweise standorttreu, selten legt sie Entfernungen von über 100 m zurück. Zum Leben benötigt ein Einzeltier mindestens 25 qm Lebensraum.

Zu ihrer Beute gehören vor allem Gliederfüssler sowie Ameisen, Wespen, Marienkäfer, aber auch Spinnen und Wanzen. Sie selbst stehen oftmals auf dem Speiseplan vieler Greif- und Rabenvögel. Zudem werden sie gern von Füchsen, Igeln, Mardern und Hauskatzen verspeist. Bei Gefahr kann die Zauneidechse ein Stück des Schwanzes abwerfen, um den Feind abzulenken oder sich von ihm zu lösen. Der Schwanz regeneriert sich später, entfaltet dabei aber nicht die volle Länge und weist ferner eine andere Färbung auf.

Die Paarungszeit beginnt bei den Zauneidechsen nach der ersten Häutung. Zur Paarung krümmt das Männchen seinen Körper so, dass die Kloaken beider Tiere sich berühren. Die 5 bis 14 Eier werden auf sandigen Plätzen in vom Weibchen gegrabenen Löchern abgelegt. Bei guten Voraussetzungen beträgt die Entwicklungszeit etwa zwei Monate. Aufgrund der Zerstörung ihrer Lebensräume, sinkt jährlich die Zahl der Zauneidechsen. Deshalb stehen sie bereits auf der Vorwarnliste in Deutschland und auf der Roten Liste in Österreich.

 

Steckbrief Zauneidechse

Sonnenbad einer Zauneidechse

Sonnenbad einer Zauneidechse

Zauneidechse auf der Lauer

Zauneidechse auf der Lauer

  • Klasse: Reptilia
  • Ordnung: Squamata
  • Unterordnung: Sauria
  • Familie: Echte Eidechsen
  • Gattung: Halsbandeidechsen
  • Art: Zauneidechse
  • Lebensraum: Waldsteppe, Strukturelemente bevorzugt
  • Größe: ca. 22 cm
  • Gewicht: ca. 20 g
  • Lebenserwartung: ca. 7 Jahre
  • Nahrung: Heuschrecken, Zikaden, Käfer, Wanzen, Ameisen, Spinnen, Regenwürmer
  • Feinde: Greifvögel, Rabenvögel, Fasane, Amseln, Füchse, Marder, Igel

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