Das Krokodil

Bei den Krokodilen handelt es sich um Reptilien und um Nachfahren der Dinosaurier. Man unterscheidet sie in drei Gruppen, die Alligatoren, die echten Krokodile und die Gaviale.

Die Tiere dieser Gruppen unterscheiden sich durch Körperbau und Aufbau der Schnauzen sowie durch die unterschiedlichen Lebenräume. So leben die Gaviale nur in Indien und haben eine sehr schmale Schnauze. Alligatoren kommen hauptächlich in Amerika vor, echte Krokodile leben in Afrika und Asien.

Der Körper eines Krokodils ist von Hornplatten bedeckt, die beweglich miteinander verbunden sind und die mitwachsen, eine Häutung findet also nicht statt. Das beeindruckende Gebiss besteht aus 38 Zähnen, die sofort nachwachsen, wenn sie ausfallen. Der kräftige Schwanz der an das Leben im Wasser angepassten Tiere dient zum Rudern.

Zur Fortpflanzung legen Krokodile Eier in Nester. Es gibt Nester, die mit pflanzlichen Materialien gebaut werden. Die Gärung der verwendeten Pflanzenteile brütet die Eier aus. Die Eier können aber auch vergraben und von der Wärme der Sonne ausgebrütet werden. Der Nachwuchs schlüpft nach etwa zehn Wochen. In einem Nest finden sich zwischen 20 und 80 Eier. Die Temperatur, die während der Entwicklung der kleinen Krokodile herrscht, bestimmt über das Geschlecht der Jungtiere. Das Muttertier bewacht entweder das Nest während der Entwicklung der Jungtiere oder wird nach dem Schlüpfen von den Lauten der kleinen Krokodile angezogen. Trotzdem fallen viele Jungtiere ihren Fressfeinden wie Greifvögeln oder Säugetieren zum Opfer.

Krokodile leben meistens im Süßwasser.

Krokodile leben meistens im Süßwasser.

Die meisten Krokodile leben in tropischen Bereichen und im Süßwasser. Sie sind zwar hervorragend an das Leben im Wasser angepasst, halten sich jedoch auch gerne zum Sonnen in Uferbereichen auf. Da sie nicht schwitzen können, müssen sie überschüssige Körperwärme über das geöffnete Maul abgeben.

Krokodile sind extrem effektive Jäger, die blitzschnell aus dem Wasser schnellen und ihre Beute greifen können. Während Gaviale hauptsächlich Fische fressen, können die anderen Krokodile auch sehr große Säugetiere jagen und erlegen. Allerdings ist auch Kannibalismus unter Krokodilen keine Seltenheit.

Menschen haben Krokodile schon vor langer Zeit wegen ihres Fleisches und ihrer Haut gejagt, in vielen Kulturen werden ihnen auch heilende Eigenschaften zugeschrieben, was ebenfalls dazu führt, dass sie gejagt und zu Zaubertränken oder heilenden Pulvern verarbeitet werden. Viele Arte wurden dadurch fast ausgerottet. Inzwischen stehen die Tiere jedoch unter internationalem Schutz.

Steckbrief Krokodil

Krokodilszähne wachsen immer wieder nach.

Krokodilszähne wachsen immer wieder nach.

Leistenkrokodil beim Faulenzen
Leistenkrokodil beim Faulenzen
  • Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
  • Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
  • Überklasse: Kiefermäuler (Gnathostomata)
  • Klasse: Diapside Reptilien (Diapsida)
  • Überordnung: Herrscherreptilien (Archosauria)
  • Ordnung: Krokodile (Crocodilia)
  • Familie: Familie: Echte Krokodile (Crocodylidae)
  • Länge: bis zu 7,5 m
  • Gewicht: bis 1000 kg
  • Lebenserwartung: bis 100 Jahre
  • Lebensraum: Flüsse und Seen tropischer Länder
  • Nahrung: Fleisch, von Kleinsäugern bis zu großen Tieren
  • Feinde: erwachsene Krokodile haben keine natürlichen Feinde

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