Schlangen

Bei Schlangen handelt es sich um eine Unterordnung der Schuppenkriechtiere, die von echsenartigen Vorfahren abstammen. Die Extremitäten wie Arme und Beine haben sich im Laufe der Zeit bei den Schlangen zurück gebildet, stattdessen haben sie einen extrem langen Körper mit einem Kopf. Sie bewegen sich kriechend und schlängelnd fort. Anzutreffen sind sie in fast allen Lebensgebieten, mit Ausnahme von extrem kalten Gegenden wie der Antarktis und einigen wenigen Inseln.

Weltweit wurden bisher über 3000 Arten verzeichnet. Typisch für die Schlange ist ihre Haut, die glatt ist und auf der Schuppen angeordnet sind. Haare hat dieses Tier nicht.

Schon in der Schöpfungsgeschichte spielt die Schlange eine große Rolle, eine Schlange verführte zum Beispiel Eva dazu, die verbotene Frucht zu essen. Sie gilt allgemein als hinterlistig und verführerisch. Heute ist die Schlage Symbol für Medizin und pharmazeutische Berufe.

Schlangen wachsen ihr Leben lang weiter. Da ihre Haut sich jedoch nur bis zu einem gewissen Maß dehnen kann, müssen sie sich regelmäßig häuten. Dafür wird die äußere Hautschicht abgestoßen, nachdem sich darunter eine neue Haut gebildet hat. Kurz vor dem Häuten kann man sehen, dass das Reptil eher eine matte und trübe Farbe angenommen hat.

Schlangen benutzen ihre Zähne lediglich, um ihre Beute festzuhalten.

Schlangen benutzen ihre Zähne lediglich, um ihre Beute festzuhalten.

Die Knochen der Schlange lassen sich in die Gruppen Schädelknochen, Wirbel und Rippen einteilen. Sie hat bis zu 435 Wirbel. Ihre Zähne benutzt sie nicht zum Kauen, sondern zum Festhalten ihrer Beute bzw. im Falle von Giftzähnen zum injezieren der Giftstoffe. Zum Festhalten der Beute sind die Zähne alle nach hinten gerichtet, sodass ein Beutetier aus den Zähnen nicht mehr entkommen kann. Schlangen können Reize aus der Umwelt wahrnehmen, zum Beispiel mithilfe ihrer vorn gespaltenen Zunge, mit der sie nichtflüchtige Gerüche aufnehmen kann. Mithilfe des Züngelns können sie sich in ihrer Umgebung zurecht finden, es dient zur Aufnahme verschiedenster Informationen. Das Sehvermögen ist je nach Art unterschiedlich ausgeprägt, grundsätzlich braucht die Schlange die Augen aber nur um eventuelle Geschlechtsparnter oder Rivalen in Form von anderen Schlangen zu identifizieren, um Beutetiere oder gefährliche Feinde ausfindig zu machen und um sich in der Umgebung zu orientieren.

Das Sozialverhalten von Schlangen ist nur schwach ausgeprägt. Sie finden sich für die Paarung zusammen und um zum Beispiel im Winter ein wärmeres Klima zu schaffen. Je nach Region und Art pflanzen sich die Schlangen entweder das ganze Jahr über oder nur zu bestimmten Paarungszeiten fort. Die Entwicklung des Embryos dauert zwischen zwei und fünf Monaten. Einige Schlangen legen Eier, andere gebären die Jungtiere in einer Art Schutzhülle, aus der sie danach sofort schlüpfen. Anschließend sind die Jungtiere auf sich allein gestellt und entwickeln sich eigenständig mithilfe ihrer Instinkte

Nachtbaumnatter

Nachtbaumnatter

Schlingnatter

Schlingnatter

  • Klasse: Reptilien
  • Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
  • Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
  • Lebensraum: bis auf extrem kalte Gebiete überall
  • Größe: 10 Zentimeter bis 10 Meter
  • Gewicht: wenige Gramm bis 250 Kilogramm (Grüne Anakonda)
  • Merkmale: glatte, mit Schuppen bedeckte Haut
  • Lebenserwartung: bis zu 40 Jahren
  • Nahrung: je nach Größe der Schlange von Insekten über Nagetiere und Vögel bis hin zu großen Säugetieren wie Rehen und Wildschweinen

 

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