Tag Archiv für Eidechse

Die Smaragdeidechse

Bei der Smaragdeidechse handelt es sich um eine Eidechsenart, deren Verbreitung sich von Südeuropa bis Kleinasien zieht, in Mitteleuropa gibt es die größten bekannten Eidechsen. Sie werden bis zu 40 Zentimeter lang, wobei der lange Schwanz allerdings oft mehr als 50% der Gesamtkörperlänge ausmacht. Der Körperbau ist insgesamt eher schlank. » Weiterlesen

Die Eidechse in freier Wildbahn

Vertreter der Familie der Lacertidae werden gemeinhin als Eidechsen bezeichnet. Dabei gibt es in von dem in Europa, Teilen Asiens und Afrika verbreiteten kleinen Reptil fast 300 Arten in 40 Gattungen. Korrekterweise spricht man von Echten Eidechsen; sie sind nicht in Australien und auf dem Amerikanischen Kontinent zu finden. » Weiterlesen

Die Blindschleiche

Die Blindschleiche ist die am häufigsten vorkommende Reptilienart in Mitteleuropa. Im ausgewachsenen Zustand misst sie meist 35 bis 45 Zentimeter und wird aufgrund ihres kreisrunden Körperbaus und fehlender Extremitäten oft mit Schlangen verwechselt.

Blindschleichen leben in Mischwäldern

Blindschleichen leben in Mischwäldern

Zum Leben bevorzugen Blindschleichen eine deckungsreiche Vegetation und eine gewisse Bodenfeuchtigkeit. Deshalb findet man sie vor allem in Laub- und Mischwäldern. In Mitteleuropa sind sie zwar sehr verbreitet, doch fehlen sie komplett in Irland, im Norden Skandinaviens und Russlands sowie auf den meisten Mittelmeerinseln.

Die Färbung variiert stark und reicht von Braun-, Grau- bis zu Gelbtönen. Oft sieht man einen dunklen Streifen, der sich vom Kopf bis zum Schwanz zieht. Verschiedenartige Zeichnungen und Muster sind bei Blindschleichen besonders üblich. Sie haben eine kurze, zweilappige Zunge, die sie zur Aufnahme von Geruchsstoffen benutzen. Trotz ihres Namens sind Blindschleichen keinesfalls blind. Sie werden so genannt, weil sie früher als “plint” bezeichnet wurden, was bedeutete, dass sie mit ihren Schuppen blendeten. Im Gegensatz zu Schlangen wirken Blindschleichen in ihrer Fortbewegung eher steif und langsam. Ferner können sie ihre Augenlieder schließen, was den Schlangen aufgrund der verwachsenen Augenlieder nicht möglich ist.

Blindschleichen sind tagaktiv und gehen in den frühen Morgenstunden, sowie spät abends auf die Jagd. Zu ihrer favorisierten Beute gehören Nacktschnecken, Regenwürmer, unbehaarte Raupen sowie Asseln, Heuschrecken, Käfer und Ameisen. Das gefangene Beutetier wird in der Regel im Ganzen verschluckt. Aber auch sie werden zur Beute, wenn ihre Fressfeinde Hunger bekommen. Dazu zählen Füchse, Dachse, Igel, Wildschweine, Ratten und Vögel, aber auch Katzen, Hunde und Hühner. Auf der Flucht können Blindschleichen ihren Schwanz durch bewusste Muskelkontraktion abwerfen und damit den Verfolger ablenken. Dieser wächst aber nicht mehr nach, weshalb man die Echsenart oft nur mit einem Stummel am Rumpfende sieht.

Die Paarungszeit von Blindschleichen liegt zwischen Ende April und Juni. Nach ausgefochtenen Machtkämpfen zwischen den Männchen, paaren sie sich mit den Weibchen, indem sie ihren Hemipenis in die Kloake einführen. Nach 12 bis 13 Wochen werfen die Weibchen im Durchschnitt 10 Jungtiere, die bei der Geburt 7 bis 10 Zentimeter lang sind und weniger als ein Gramm wiegen.

Steckbrief Blindschleiche

Nachaufnahme Blindschleiche

Nachaufnahme Blindschleiche

Sich sonnende Blindschleiche

Sich sonnende Blindschleiche

  • Ordnung: Schuppenkriechtiere
  • Unterordnung: Schleichenartige
  • Familie: Schleichen
  • Unterfamilie: Anguinae
  • Gattung: Anguis
  • Art: Blindschleiche
  • Länge: 35 – 45 cm, selten 50 cm
  • Gewicht: 1,5 – 2 kg
  • Lebensraum: feuchte, vegetationsreiche Waldbiotope
  • Lebenserwartung: bis 40 Jahre
  • Temperaturbereich: 14 – 29 Grad
  • Nahrung: Nacktschnecken, Regenwürmer, unbehaarte Raupen, Asseln, Heuschrecken, Käfer, Ameisen
  • Vermehrung: Paarungszeit im späten Frühjahr, Tragezeit: 4 – 6 Monate
  • Schutz: ungefährdet

Die Bartagame

Bartagamen (Pogona) sind mittelgroße bis große Echsen. Sie sind zwischen 30 und 60 cm lang, wobei ihr Schwanz mindestens die Hälfte der Körperlänge einnimmt. Sie haben sehr kurze Beine und einen abgeflachten Körper. Optische Besonderheiten der Bartagamen sind die namensgebenden, bartähnlichen Stachelreihen am Hals und Kiefer bzw. an den Flanken. Bartagamen sind grau-braun gefärbt und weisen teilweise eine dunkelgraue bis schwarze Musterung auf.

Bartagamen findet man nur in Australien

Bartagamen findet man nur in Australien

In freier Wildbahn trifft man Bartagamen ausschließlich in Australien an. Sie sind in halbtrockenen Gebieten mit Baumbewuchs bzw. in den Steppen und Halbwüsten heimisch. Da Bartagamen wechselwarm sind, bevorzugen sie eine Durchschnittstemperatur von etwa 30 °C gepaart mit einer etwa 40-prozentigen Luftfeuchtigkeit. Die Echsen sind Einzelgänger und ausschließlich in der Paarungszeit in Gesellschaft von Artgenossen anzutreffen.

Fast alle der sieben bekannten Arten von Bartagamen sind semiarboricol, das heißt, sie ruhen gerne auf Baumstämmen oder -stümpfen. Bartagamen sind Allesfresser. Neben Blättern und Blüten ernähren sie sich außerdem von kleinen Wirbeltieren und Früchten. Bartagamen zählen zu den beliebtesten Terrariumsbewohnern. Da sie von Natur aus Einzelgänger sind, können sie problemlos einzeln gehalten werden. Doch ein Terrarium kann auch von mehr als nur einer Echse bewohnt werden. Es ist allerdings darauf zu achten, wen man hier mit wem kombiniert. Zwei oder mehr Männchen zusammen in eine Behausung zu setzen, ist nicht zu empfehlen. Sehr wahrscheinlich würde es zu Machtkämpfen kommen, die ernsthafte Verletzungen mit sich bringen können. Mehrere Weibchen können hingegen problemlos zusammen gehalten werden. Allerdings ist zu beachten, dass das Terrarium groß genug ist, sodass die Bartagamen sich auch mal voneinander zurückziehen können. Ein Männchen und ein Weibchen, sowie die Haltung mit anderen Eidechsen oder generell artfremden Mitbewohnern sind ebenfalls nicht zu empfehlen.

Steckbrief Bartagame

Bartagame im Terrarium

Bartagame im Terrarium

Bartagame entspannt sich

Bartagame entspannt sich

  • Klasse: Reptilien (Reptilia)
  • Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
  • Überfamilie: Agamen (Agamidae)
  • Familie: Leguanartige (Iguania)
  • Gattung: Bartagamen
  • Lebensraum: halbtrockene Gebiete mit Baumbewuchs in Australien
  • Größe: ca. 30 – 60 cm
  • Gewicht: ca. 70 – 500 g (ausgewachsen)
  • Biologische Merkmale: wechselwarm, tagaktiv
  • Lebenserwartung: ca. 10 – 20 Jahre
  • Nahrung: Allesverwerter
  • Haltung: Nicht mit Artfremden in einem Terrarium halten, Terrarium sollte ausreichend Rückzugsmöglichkeiten bieten

 

Geckos

Geckos (Gekkonidae) gibt es bereits seit mehr als 50 Millionen Jahren auf der Erde. In dieser sehr langen Zeit haben die kleinen Lebewesen es geschafft, sich so weit auszubreiten, dass sie mittlerweile fast weltweit anzutreffen sind. Ihre Artenvielfalt ist so groß, dass es sowohl Geckos gibt, die in einem gemäßigteren Klima leben als auch Geckoarten, die ein trockenes Wüstenklima bevorzugen sowie Arten, die in feuchtwarmen Tropengebieten heimisch sind. Mit rund 700 bekannten Arten gehören Geckos zur zweitgrößten Echsenfamilie.

Geckos sind Landwirbeltiere, die der Familie der Schuppenkriechtiere angehören. Je nach Art werden die Echsen 2 cm bis 40 cm lang. Etwa drei Viertel der Arten sind dämmerungs- bzw. nachtaktiv und verfügen daher über eine eher unauffällige Färbung, sowie eine Spaltpupille, die das Sehen in der Dunkelheit erleichtert. Geckos, die tagsüber aktiv werden, weisen oft eine auffällige Färbung auf und verfügen über eine runde Pupille.

Des Weiteren lassen sich Geckos bezüglich ihrer Zehen in verschiedene Gruppen unterteilen. Die Füße von Lamellengeckos sind mit Milliarden kleinster Härchen besetzt, die es ihnen ermöglichen sich sogar kopfüber an sehr glatten Oberflächen festzuhalten. Faltengeckos können durch schwimmhautähnliche Häute zwischen den Zehen zwar nicht wirklich fliegen, aber immerhin gleitend fallen und dabei sogar die Richtung ändern.

Geckos leben in der freien Natur

Geckos leben in der freien Natur

Die meisten Geckoarten leben in freier Natur in einem lockeren Verband mit anderen Geckos zusammen. Da die Artenvielfalt der kleinen Echsen so groß ist, kann die Frage nach ihrer Nahrung nicht einheitlich beantwortet werden. Es gibt sowohl Fleischfresser als auch Pflanzenfresser, sowie Alles- oder sogar Aasfresser unter den Geckos.

Unter Terraristik-Liebhabern gehören Geckos zu beliebten Haustieren. Vor der Anschaffung eines Geckos sollte man sich als Halter über dessen Lebenserwartung bewusst sein. Die kleinen Echsen können je nach Art bis zu 25 Jahre alt werden und sind somit eine langfristige Verantwortung. Neben den Haltungskosten muss man auch viel Aufmerksamkeit und Zeit für einen Gecko als Haustier aufbringen. Möchte man sich einen Gecko zulegen, wendet man sich am besten an einen Züchter. Dieser hat Erfahrung mit den Tieren und kann Anfängern wertvolle Tipps mit auf den Weg geben. Geckos sind zwar nicht ganz so anspruchsvoll wie ein Chamäleon aber man muss doch einiges beachten.

Bei der Anschaffung eines Geckos ist es wichtig zu wissen, um welche Art es sich handelt, sodass klimatische Bedingungen und Umgebung angepasst werden können. Auch die Größe des Terrariums hängt davon ab, welcher Geckoart und wievielen Echsen man ein Heim schaffen möchte. Sind Sie noch Anfänger in der Geckohaltung, lassen Sie sich am besten von einem Fachmann beraten.

 

Die Zauneidechse

Die Zauneidechse ist ein Reptil aus der Familie der Echten Eidechsen und gehört neben der Waldeidechse zu der am weitesten verbreiteten Echsenart. Sie zeichnet sich durch ihren großen, kurz-rundschnäuzigen Kopf und ihren plumpen Körperbau aus. Der Schwanz ist etwa ein Drittel länger als der Rest des Körpers. Im Durchschnitt werden die Zauneidechsen etwa 20 Zentimeter lang und 20 Gramm schwer.

Die Färbung der Zauneidechsen variiert sehr stark. Zum typischen Muster gehören helle Längsstreifen sowie dunkle Flecken mit hellen Augen. Zur Paarungszeit weisen die Männchen Grünfärbungen auf den Kopf- und Rumpfseiten auf. Selten sieht man komplett grüne Exemplare oder solche mit einem roten Rücken.

Zauneidechsen sind oft an Bahndämmen zu finden

Zauneidechsen sind oft an Bahndämmen zu finden

Zum Leben bevorzugen Zaunei-dechsen eher trockene Gebiete wie Waldränder, Bahndämme, Heideflächen, Dünen, Trocken-rasenbereiche, Steinbrüche oder Kiesgruben. Sie überwintern mithilfe der Winterstarre in frostfreien Spalten und Erdlöchern. Ihre Jahresaktivität beginnt am Aprilanfang mit einem ersten Sonnenbad, nach dem sie sich auf die Jagd begeben. Als wechselwarme Tiere bevorzugen sie relativ hohe Temperaturen. Dementsprechend pendelt ihre Tagesaktivität: Morgens sieht man sie seltener als am Nachmittag. Die Vozugstemperatur beträgt etwa 38 Grad. Die Zauneidechse ist vergleichsweise standorttreu, selten legt sie Entfernungen von über 100 m zurück. Zum Leben benötigt ein Einzeltier mindestens 25 qm Lebensraum.

Zu ihrer Beute gehören vor allem Gliederfüssler sowie Ameisen, Wespen, Marienkäfer, aber auch Spinnen und Wanzen. Sie selbst stehen oftmals auf dem Speiseplan vieler Greif- und Rabenvögel. Zudem werden sie gern von Füchsen, Igeln, Mardern und Hauskatzen verspeist. Bei Gefahr kann die Zauneidechse ein Stück des Schwanzes abwerfen, um den Feind abzulenken oder sich von ihm zu lösen. Der Schwanz regeneriert sich später, entfaltet dabei aber nicht die volle Länge und weist ferner eine andere Färbung auf.

Die Paarungszeit beginnt bei den Zauneidechsen nach der ersten Häutung. Zur Paarung krümmt das Männchen seinen Körper so, dass die Kloaken beider Tiere sich berühren. Die 5 bis 14 Eier werden auf sandigen Plätzen in vom Weibchen gegrabenen Löchern abgelegt. Bei guten Voraussetzungen beträgt die Entwicklungszeit etwa zwei Monate. Aufgrund der Zerstörung ihrer Lebensräume, sinkt jährlich die Zahl der Zauneidechsen. Deshalb stehen sie bereits auf der Vorwarnliste in Deutschland und auf der Roten Liste in Österreich.

 

Steckbrief Zauneidechse

Sonnenbad einer Zauneidechse

Sonnenbad einer Zauneidechse

Zauneidechse auf der Lauer

Zauneidechse auf der Lauer

  • Klasse: Reptilia
  • Ordnung: Squamata
  • Unterordnung: Sauria
  • Familie: Echte Eidechsen
  • Gattung: Halsbandeidechsen
  • Art: Zauneidechse
  • Lebensraum: Waldsteppe, Strukturelemente bevorzugt
  • Größe: ca. 22 cm
  • Gewicht: ca. 20 g
  • Lebenserwartung: ca. 7 Jahre
  • Nahrung: Heuschrecken, Zikaden, Käfer, Wanzen, Ameisen, Spinnen, Regenwürmer
  • Feinde: Greifvögel, Rabenvögel, Fasane, Amseln, Füchse, Marder, Igel