Tag Archiv für Feuersalamander

Der Feuersalamander

Feuersalamander sind ausgeprägte Waldtiere und halten sich überwiegend in Laub- und Mischwaldgebieten auf, weswegen sie sich in Europa besonders heimisch fühlen. Erstmalig beschrieben wurde die Amphibienart 1758 von dem schwedischen Naturforscher Carl von Linné. Heute zählen Feuersalamander zu der Familie der Echten Salamander, die noch rund 80 weitere Arten umfasst. Feuersalamander werden etwa 18 Zentimeter lang, gemessen vom Kopf bis zur Schwanzspitze. Damit gehören sie zu den größten einheimischen Schwanzlurchen. Sie erreichen ein Gewicht von rund 40 Gramm, wobei Weibchen in der Regel etwas schwerer werden als ihre männlichen Artgenossen. Außereuropäische Arten können deutlich größer werden.

Feuersalamander erkennt man an ihrer glatten schwarzen Haut und den gelben, orangen oder roten Musterungen. Je nach Unterart variieren die Muster zwischen gefleckt und gestreift. Das Muster ist individuell und verändert sich im Laufe der Zeit nicht, sodass man Einzeltiere von einander unterscheiden kann. Selten finden sich komplett schwarze oder weiße Exemplare.

Feuchte Waldgebiete sind Lebensraum des Feuersalamanders

Feuchte Waldgebiete sind Lebensraum des Feuersalamanders

Als Lebensraum bevorzugen Feuer-salamander feuchte Waldgebiete. Misch- und Laubwälder bieten ihnen genügend Feuchtigkeit und Versteckmöglichkeiten. Zudem kommen sie hier leicht an ihre Beute heran: Schnecken, Spinnen, Regenwürmer und Insekten. Sie gehen meist nachts auf die Jagd und ziehen sich tagsüber in ihre Verstecke zurück.

In der Zeit von März bis September finden sich Weibchen und Männchen zur Paarung zusammen. Im Gegensatz zu allen anderen Lurchen, paaren sich die Feuersalamander an Land. Dabei nimmt das Weibchen mit seiner Kloake ein vom Männchen abgesetztes Samenpaket auf und ist in der Lage, die Samenflüssigkeit mehrere Jahre im Körper aufzubewahren. So kann es auch ohne Sexualpartner alljährlich für Nachwuchs sorgen. Später legen die Weibchen an flachen Wasserstellen weit entwickelte Larven ab. Die Larven sind meist zwei bis drei Zentimeter lang und ihre Anzahl beträgt ca. 20 – 30 Stück.

Wenn es um die Fressfeinde des Feuersalamanders geht, so lässt sich sagen, dass dieser prinzipiell keine natürlichen Feinde hat. Aufgrund seiner aggressiven Optik halten viele Tiere Abstand von ihm. Kommt es dennoch zu einem Angriff, sondert der Feuersalamander über seine Ohrdrüsen und Rückenporen weißlich gefärbte, schaumartige Drüsensekrete ab. Diese kann er auch gezielt gegen den Angreifer einsetzen und bis zu einem Meter weit “schießen”. Spätestens dann werden alle Angreifer Abstand von ihm nehmen.

Warum heißt der Feuersalamander eigentlich so? Man könnte annehmen, es hat etwas mit seinen Sekreten zu tun, die bei Kontakt ein leichtes Brennen auf der Haut erzeugen. Doch entstand der Name schon in früheren Jahrhunderten. Damals glaubten die Menschen, dass seine Sekrete neben ihren giftigen Eigenschaften auch in der Lage waren, Brände zu löschen. Infolgedessen warfen sie die Salamander ins Feuer und gingen davon aus, dass die Flammen dadurch schneller ausgehen.

Heute gehört der Feuersalamander in Deutschland zu den besonders geschützten Tierarten. Sie dürfen weder eingefangen, noch verletzt oder getötet werden.

Steckbrief Feuersalamander

Der Feuersalamander

Der Feuersalamander

Ein "gelber" Feuersalamander

Ein "gelber" Feuersalamander

  • Klasse: Lurche (Amphibia)
  • Ordnung: Schwanzlurche (Caudata)
  • Überfamilie: Salamanderverwandte (Salamandroidea)
  • Familie: Echte Salamander (Salamandridae)
  • Gattung: Eigentliche Salamander (Salamandra)
  • Art: Feuersalamander
  • Lebensraum: Laub- und Mischwälder
  • Größe: ca. 14 – 18 cm
  • Gewicht: ca. 40 – 50 g (ausgewachsen)
  • Weibchen in der Regel schwerer als Männchen
  • Glatte schwarze Haut, unterbrochen von gelben/orangen/roten Mustern
  • Lebenserwartung: ca. 20 Jahre
  • Nahrung: Schnecken, Spinntiere, Tausendfüßler, Käfer, Regenwürmer, Insekten
  • Vermehrung: Paarung an Land, Weibchen nimmt Samen auf, legt später weitentwickelte Larven ab