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Der Leopardgecko

Der Leopardgecko, auch Eublepharis macularius genannt, gehört zur Familie der Lidgeckos. Die Geckos sind zwischen 25 und 30 cm lang, wobei der Schwanz etwa ein Drittel der Gesamtkörperlänge ausmacht. Der Leopardgecko in der freien Natur ist gelb bis grauviolett gefärbt und mit schwarzbraunen Flecken gespickt. Dem Muster, das an die Flecken eines Leoparden erinnert, verdankt der Gecko seinen Namen. Alte Tiere sind oft braun und weisen keine Musterung auf.

Leopardgeckos sind in der Türkei beheimatet

Leopardgeckos sind in der Türkei beheimatet

Leopardgeckos sind in den trockenen und halbtrockenen Steppenland-schaften wie Grasländern Asiens heimisch. Ihr Hauptvorkommen liegt in Teilen Indiens und Pakistans, Bangladesh, Afghanistan, Iran, Irak, Syrien, Turkmenistan und in der Türkei. Leopardgeckos bevorzugen eine Durchschnittstemperatur von 24 – 30 °C, sowie eine Luftfeuchtigkeit von etwa 50 %. Die nachtaktiven Geckos verstecken sich tagsüber meist unter Steinen und Felsen oder in kleinen, selbstgegrabenen Höhlen. Nachts wärmen sich die wechselwarmen Tiere an den tagsüber von der Sonne aufgeheizten Steinen. In der kalten Jahreszeit halten Leopardgeckos eine Winterruhe von mehreren Monaten. Oft leben sie in Gruppen von etwa vier bis fünf Geckos zusammen. In jeder Gruppe lebt allerdings maximal ein Männchen, da es unter mehreren Männchen oft zu blutigen Machtkämpfen kommt. Aber auch Einzelgänger unter den Leopardgeckos sind keine Seltenheit.

Leopardgeckos ernähren sich hauptsächlich von Insekten, wie Würmern, Spinnen, Larven oder Käfern, gelegentlich vergreifen sie sich auch an Mäusen oder anderen Kleinsäugern. In der Heimhaltung werden sie meist mit Heuschrecken gefüttert.

Leopardgeckos bewohnen mittlerweile Terrarien in der ganzen Welt. Die oft überzüchteten Geckos sind in den verschiedensten Farb- und Musterkombinationen zu kaufen. Durch das starke Züchten leiden besonders Tiere mit der Färbung “Engima” an einer Schädigung des Nervensystems. Diese äußert sich durch “Kreiseln”, das heißt, dass die Echse, sobald sie Stress ausgesetzt ist, beginnt sich minutenlang unkoordiniert im Kreis zu drehen.

Steckbrief Leopardgecko

Leopardgecko in freier Natur

Leopardgecko in freier Natur

Leopardgecko sucht Nahrung

Leopardgecko sucht Nahrung

  • Klasse: Reptilien
  • Ordnung: Schuppenkriechtiere
  • Unterordnung: Geckoartige
  • Familie: Lidgeckos
  • Gattung: Leopardgeckos
  • Art: Leopardgecko
  • Lebensraum: halbtrockene Steppen-landschaften und trockene Grasländer Asiens
  • Größe: 20 – 25 cm
  • Gewicht: 40 – 70 g
  • Lebenserwartung: ca. 15 – 20 Jahre
  • Nahrung: Insekten, gelegentlich Kleinsäuger
  • Haltung: wechselwarm und nachtaktiv. Leben gern in Gruppen von bis zu fünf Geckos. Diese sollte aber nur ein Männchen beinhalten.

 

 

Geckos

Geckos (Gekkonidae) gibt es bereits seit mehr als 50 Millionen Jahren auf der Erde. In dieser sehr langen Zeit haben die kleinen Lebewesen es geschafft, sich so weit auszubreiten, dass sie mittlerweile fast weltweit anzutreffen sind. Ihre Artenvielfalt ist so groß, dass es sowohl Geckos gibt, die in einem gemäßigteren Klima leben als auch Geckoarten, die ein trockenes Wüstenklima bevorzugen sowie Arten, die in feuchtwarmen Tropengebieten heimisch sind. Mit rund 700 bekannten Arten gehören Geckos zur zweitgrößten Echsenfamilie.

Geckos sind Landwirbeltiere, die der Familie der Schuppenkriechtiere angehören. Je nach Art werden die Echsen 2 cm bis 40 cm lang. Etwa drei Viertel der Arten sind dämmerungs- bzw. nachtaktiv und verfügen daher über eine eher unauffällige Färbung, sowie eine Spaltpupille, die das Sehen in der Dunkelheit erleichtert. Geckos, die tagsüber aktiv werden, weisen oft eine auffällige Färbung auf und verfügen über eine runde Pupille.

Des Weiteren lassen sich Geckos bezüglich ihrer Zehen in verschiedene Gruppen unterteilen. Die Füße von Lamellengeckos sind mit Milliarden kleinster Härchen besetzt, die es ihnen ermöglichen sich sogar kopfüber an sehr glatten Oberflächen festzuhalten. Faltengeckos können durch schwimmhautähnliche Häute zwischen den Zehen zwar nicht wirklich fliegen, aber immerhin gleitend fallen und dabei sogar die Richtung ändern.

Geckos leben in der freien Natur

Geckos leben in der freien Natur

Die meisten Geckoarten leben in freier Natur in einem lockeren Verband mit anderen Geckos zusammen. Da die Artenvielfalt der kleinen Echsen so groß ist, kann die Frage nach ihrer Nahrung nicht einheitlich beantwortet werden. Es gibt sowohl Fleischfresser als auch Pflanzenfresser, sowie Alles- oder sogar Aasfresser unter den Geckos.

Unter Terraristik-Liebhabern gehören Geckos zu beliebten Haustieren. Vor der Anschaffung eines Geckos sollte man sich als Halter über dessen Lebenserwartung bewusst sein. Die kleinen Echsen können je nach Art bis zu 25 Jahre alt werden und sind somit eine langfristige Verantwortung. Neben den Haltungskosten muss man auch viel Aufmerksamkeit und Zeit für einen Gecko als Haustier aufbringen. Möchte man sich einen Gecko zulegen, wendet man sich am besten an einen Züchter. Dieser hat Erfahrung mit den Tieren und kann Anfängern wertvolle Tipps mit auf den Weg geben. Geckos sind zwar nicht ganz so anspruchsvoll wie ein Chamäleon aber man muss doch einiges beachten.

Bei der Anschaffung eines Geckos ist es wichtig zu wissen, um welche Art es sich handelt, sodass klimatische Bedingungen und Umgebung angepasst werden können. Auch die Größe des Terrariums hängt davon ab, welcher Geckoart und wievielen Echsen man ein Heim schaffen möchte. Sind Sie noch Anfänger in der Geckohaltung, lassen Sie sich am besten von einem Fachmann beraten.