Tag Archiv für Kornnatter

Die Kornnatter

Die Kornnatter gehört zu den ersten wissenschaftlich beschriebenen Schlangenarten aus Nordamerika. Sie ist eine ungiftige Würgeschlage, steht nicht unter Artenschutz und ist deshalb ein beliebtes Haustier. Die Kornnatter hat einen relativ schlanken Körper, auf dem sich im Kopfbereich große, nahezu unbewegliche Augen befinden. Die Kiefer sind mit nach hinten gerichteten Zähnen besetzt. Verliert die Schlange einen Zahn, so wird dieser schnell nachgebildet. Je nach Gebiet variiert die Färbung sowie die Zeichnung: Die Grundfarbe kann stark braun, aber auch matt grau sein. Typisch für die Kornnatter sind ihre 34 bis 47 rechteckigen Körper- und Schwanzflecken, auch Sattelflecken genannt.

Kornnattern leben überwiegend in Nordamerika. Die größten Populationen findet man entlang der Ostküste, von New York bis zu den Florida Keys. Diese Schlangenart stellt bezüglich ihrer Umgebung im Vergleich zu anderen Schlangen kaum Ansprüche. Deshalb trifft man sie in unterschiedlichen Klimazonen und Höhenlagen an.
Als dämmerungsaktive Tiere gehen Kornnattern abends oder nachts auf die Jagd. Zu ihren Beutetieren gehören Mäuse, Ratten, Kaninchen, Eidechsen sowie Fledermäuse, Vöge lund deren Eier.

Kornnattern vertecken sich gern unter Laubstreu

Kornnattern vertecken sich gern unter Laubstreu

Da Kornnattern kein Gift haben, töten sie ihre Beute durch Erwürgen. Tagsüber verstecken sie sich meist unter Laubstreu, Rindenmulch oder in hohlen Baumstämmen. Sie sind gute Kletterer, weshalb sie auch oft auf Bäumen zu finden sind. Kornnattern halten sich auch gerne in Getreidefeldern und Kornspeichern auf, wo sie ihrer Beute auflauern. Daher auch ihr Name. Nach der ersten Häutung beginnt für die Kornnatter die Paarungszeit. Ist ein Weibchen bereit sich auf ein Männchen einzulassen, sondert es Pheromone ab. Während der Paarung führt das Männchen einen stachelbesetzten Hemipenis in die Kloake des Weibchen ein. Der Prozess dauert etwa 10 bis 30 Minuten. Etwa einen Monat nach der Paarung legt das Weibchen 10 bis 20 Eier ab und verlässt das Gelege. Je nach Umgebungstemperatur schlüpfen nach 2 bis 2,5 Monaten die Jungtiere, die bei der Geburt bereits 20 bis 30 Zentimeter lang sind und etwa 10 Gramm auf die Wage bringen. Die Geschlechtsreife erlangen sie mit etwa drei Jahren.

Möchte man eine Kornnatter als Haustier halten, greift man auf ein Terrarium zurück. In einem solchen kann man den Lebensraum des Reptils nachbilden. Je nach Länge der Kornnatter muss ein entsprechend großes Terrarium bereitgestellt werden. Aufgrund ihrer guten Anpassungsfähigkeit, kann man die Ausstattung flexibel gestalten: Es wird dennoch empfohlen, eine gute Mischung zwischen dichtem Dickicht und karger Felslandschaft zu finden. Als Bodengrund kann man verschiedene Mischungen benutzen. Zu den gängigsten gehören Kokosschrot, Blumenerde, Buchenspäne, Laub, Rindenmulch sowie Altomin oder Moosplatten. Zur Hygiene lässt sich sagen, dass mindestens alle 3 Monate der komplette Bodengrund ausgetauscht werden sollte. Auch die jährliche Erneuerung der Inneneinrichtung ist empfehlenswert.

Steckbrief Kornnatter

Kornnatter auf einem Ast

Kornnatter auf einem Ast

Eine gut getarnte Kornnatter

Eine gut getarnte Kornnatter

  • Klasse: Reptilien
  • Ordnung: Schuppenkriechtiere
  • Unterordnung: Schlangen
  • Familie: Nattern
  • Gattung: Kletternattern
  • Art: Kornnatter
  • Länge: 120 – 150 cm
  • Gewicht: 200 – 800 g
  • Lebensraum: Prärien, trockene Graslandschaften, offene Wälder
  • Lebenserwartung: ca. 12 Jahre
  • Geschlechtsreife: mit ca. 3 Jahren
  • Nahrung: Mäuse, Ratten, Kaninchen, Fledermäuse, Vögel, Eier
  • Temperatur: 26 – 28 Grad
  • Luftfeuchtigkeit: 50 – 70 %
  • Verbreitungsgebiet: Nordamerika
  • Vermehrung: ca. 20 Eier, 2 mal im Jahr
  • Schutzstatus: nicht meldepflichtig