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Amphibien

Amphibien zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihr Larvenstadium im Wasser verbringen und ihr weiteres Leben auf dem Land. Der Begriff kommt von dem altgriechischen Adjektiv “amphibios” und bedeutet soviel wie “doppellebig”.  Sehr wahrscheinlich war der Fisch “Acanthostega” ein Vorfahre der Amphibien. Er besaß Gliedmaßen, Kiemen und eine Lunge und war somit imstande, auf dem Grund eines Teiches zu kriechen oder Luft zu atmen, indem er den Kopf aus dem Wasser steckte. Man geht davon aus, dass das erste Amphibium “Ichthyostega” war, der zwar den Fischen ähnelte, jedoch Beine besaß, die er zum Verlassen des Wassers nutzte. 

Auch Frösche gehören zu den Amphibien

Auch Frösche gehören zu den Amphibien

Amphibien zählen zu den Wirbeltieren, genauso wie Vögel, Säugetiere, Fische und Reptilien. Das bedeutet, sie alle sind im Besitz einer Wirbelsäule. Zudem gehören Amphibien zu den wechselwarmen Lebewesen und können deshalb die Körpertemperatur an ihre Umgebung anpassen. Ferner besitzen sie im Gegensatz zu Vögeln oder Säuge-tieren eine dünne, nackte Haut.

Die Besonderheit der Amphibien liegt aber darin, dass sie den ersten Teil ihres Lebens im Wasser verbringen. In dieser Phase ähneln sie Fischen: Sie atmen mit Kiemen und können außerhalb des Wassers nicht überleben. Nach der Metamorphose jedoch, bei der sich ihre Körperform verändert und die Kiemen sich zu einer einfachen Lunge entwickeln, sind sie in der Lage das Wasser zu verlassen und so den Rest ihres Lebens an Land zu verbringen.

Zu den Amphibien zählen Salamander und Molche, die zu der Gruppe der Schwanzlurche gehören, sowie Frösche und Kröten, welche man den Froschlurchen zuordnet. Schleichenlurche bilden mit 3 % eine Minderheit bei den doppellebigen Tieren. Es gibt etwa 580 Arten von Schwanzlurchen und über 5800 Froschlurcharten. Generell bevorzugen Amphibien einen nass-feuchten Lebensraum. Ihre Haut, die eine wichtige Rolle bei der Atmung spielt und dazu dient mithilfe der Giftdrüsen Feinde abzuwehren, muss immer feucht sein, um optimal zu funktionieren. Amphibien trinken nicht: Sie nehmen mit ihrer Haut Wasser auf, das sie in Lymphsäcken unter der Haut und in der Harnblase speichern. So haben sie jederzeit Zugriff auf die Reserven.

Zur Fortpflanzung suchen Amphibien immer das Wasser auf. Die meisten Arten legen gallertigen Laich ab, der außerhalb des Mutterleibes befruchtet wird. Nachdem die Jungtiere geschlüpft sind, beginnt nach einiger Zeit die Umwandlung, bei der sich Kiemen und Körper verändern. Dabei findet eine Verknöcherung statt und Extremitäten bilden sich heraus. Nach abgeschlossener Umwandlung verlassen sie das Wasser.

Mit Ausnahme vom Südpol finden sich Amphibien auf allen Kontinenten der Erde. Da sie aber meist Süßwasser zum Leben benötigen, beschränken sich ihre Lebensräume. Dennoch schaffen es manche Spezialisten sich extremen Lebensbedingungen anzupassen und sind in der Lage in wüstenähnlichen Gebieten zu überleben.